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Neigungskurs: Die Sozialgeschichte des Jazz– Klassen 8

Kursleiter: Detlef A. Ott

Konzeption des Neigungskurses JAZZ

„Seinem Wesen nach könnte der Jazz als völker- und rassenverbindende Musik wesentlich dazu beitragen, Grenzen abzubauen und Verständnis füreinander zu erwecken, sei es im sozialen, politischen oder einfach im rein menschlichen Bereich.“

(Zimmerle, Jazzpodium, 05/1977, S.5)

Jazzhören ist mehr als purer Musikkonsum, mehr als pure Unterhaltung. Diese Musikform führt zum Nachdenken über kulturelle Werte und zu einer gesellschaftskritischen Haltung.

Keine andere Form des Musizierens kann für sich den Anspruch einer demokratischen Musikform so stark geltend machen wie der Jazz. Die mit ihrer Beschäftigung geforderte Individualität und Kreativität  ergeben ein gemeinschaftlich musikalisches und soziales Erleben wie kaum in einer  anderen Form der Musik.

In verschiedensten Gesellschaftsformen wurde und wird Jazzmusik deshalb kritisch bewertet. Während der Naziherrschaft war Jazz in Deutschland verboten, während der Herrschaft der Kommunisten wurde Jazz in verschiedenen Ländern erst diffamiert, später geduldet. Auch in einem marktwirtschaftlich orientierten Gesellschaftssystem fristet Jazz aus ökonomischem Blickwinkel betrachtet ein Schattendasein. Kinder und Jugendliche erfahren selten etwas über die Vielfalt, das Wesen und die Bedeutung einer Musikform, die ihrem Wesen nach mehr als alles andere Freiheit, Kreativität, Individualismus und Menschlichkeit verbindet.

Der Beitrag der Schule zum Thema Jazz ist unterrepräsentiert. Ein Neigungskurs Jazz kann ein wichtiger Beitrag zur kulturell ästhetischen Bildung in einer Zeit marktwirtschaftlich dominierter Unkultur sein.

Anliegen des Neigungskurses:

Die Schülerinnen und Schüler lernen die Musikform Jazz und ihre Sozialgeschichte kennen. Der Kurs erfüllt dabei die Funktion der Rezeptionssteuerung und ist auf Werteorientierung in einem selbstgestalteten Prozess der Aneignung von Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten angelegt.

Die Schüler lernen wichtige Stationen des Jazz, Musikerpersönlichkeiten, wichtige Musikaufnahmen, die Akzeptanz dieser Musikform in verschiedenen Gesellschaftssystemen und das Verhältnis dieser Musikform zu ihrer Heimatstadt Leipzig kennen.

Ausgehend von dem vermittelten Wissen, sollen die Schüler dieses als Basis zur aktiven Mitarbeit an konkreten Projekten einsetzen und anwenden.

Am Ende des Kurses steht wahlweise die Gestaltung einer eigenen Radiosendung, einer Ausstellung oder die Mitarbeit an einer Broschüre.