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24. September 2018
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    24. September 2018
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    24. September 2018
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Drei Mittelschulen feiern nach Fusion erstes gemeinsames Schulfest

 
Thekla
 

Erleichterung ist im Gesicht von Schulleiterin Annemarie Rauschenbach zu lesen – die Anstrengungen der vergangenen Jahre scheinen verschwunden. Seit fast genau einem Schuljahr werden die Schüler der ehemaligen 65., der 71. und der Portitzer Mittelschule nach ewigen Hin und Her nun an einem Standort, im neu sanierten Schulgebäude in der Lidicestraße 12, unterrichtet.

 

„Das ist uns ein Anlass zu feiern“, freut sich Rauschenbach am Rande des Schulfestes, das kürzlich auf dem Hof der Mittelschule gefeiert wurde. „Es war eine riesige Herausforderung die drei Restkollegien unter einen Hut zu bringen. Doch wir haben einen Weg gefunden.“ Das erste gemeinsame Schulfest habe deshalb Signalwirkung – für Eltern, Schüler, Lehrer ebenso wie für die Bevölkerung, die aus den nahen Wohnblöcken kamen. Eingeladen waren auch die umliegenden Grundschulen, deren Sprösslinge eventuell in die Mittelschule wechseln werden.

 

 

Für so ein hochkarätiges Publikum hatten sich die Schüler auch ein hochkarätiges Programm einfallen lassen. Buden und Stände, die sich die Mittelschule von der Stadt Taucha geliehen hatte, sorgten für ein buntes Markttreiben. Robert und Niklas hatten mit ihrer 5b unzählige Knallbonbons mit Süßigkeiten und Spielsachen befüllt. „Zehn Cent das Stück“, frohlockten die beiden.

 

Für florale Genüsse sorgte Reijka Schellbach, selbst Mutti dreier Schüler. Sie verwandelte Tulpengläser mit Hilfe bunter Blumen und Geleekugeln zu schicken Wohnaccessoires. „Ich finde es toll, was hier auf die Beine gestellt wurde und beteilige mit jedes Jahr aufs neue mit ein paar Bastelvorschlägen.“

 

Während die 9a ein überdimensional großes Schachbrett auf den Asphalt des Schulhofes gemalt hatte und damit auf das Ganztagsangebot Schach aufmerksam machte, registrierte die Polizei geduldig Fahrräder. Der Freizeittreff 50°Nordost stellte sich vor, ebenso die Jugendfeuerwehr Plaußig oder die Unicef.

 

Derweil sauste Tobias Meier mit seinem Moonbuggy an den Besuchern vorbei und lud so manchen zu einer Spritztour ein. „Wir suchen Jungs und Mädchen, die Lust haben mitzumachen“, erklärt der 15-Jährige, der selbst durch die Schule auf das International Space Education Institutes Leipzig aufmerksam wurde und schon zweimal beim Nasa-Moonbuggy-Rennen den USA dabei war – einmal als Fahrer, einmal als Mechaniker belegte er Platz 13 und 14 von 90 Teams.

 

Die Jazzband um Lehrer Detlef Ott sorgte trotz der prallen Sonne für die perfekte musikalische Untermalung und veranlasste so manchen Besucher zum rhythmischen Mitwippen. Ein schattiges Plätzchen bot die hauseigene Schulbibliothek, in der eine Wanderausstellung zum Thema „Toleranz“ gastierte. „Sie ist Teil eines Workshops vom Markkleeberger Kulturbahnhof, in dem sich die Schüler mit Vorurteilen und Rassismus beschäftigen werden“, so Schulsozialarbeiterin Manuela Schiffler. Abkühlung bot sich aber auch in der Turnhalle, der Aula oder dem Zimmer 314, in denen Theatergruppe, Gospelchor und Jazzband für ein unterhaltsames Programm sorgten.

 

Bei solch einem gelungenen Schulfest dürfte eigentlich kein Wunsch mehr offenbleiben, wäre da nicht der irreführende Name der Schule: „Schon mancher, der uns besuchen wollte, hat sich auf den Weg nach Portitz gemacht, obwohl wir ja eigentlich in der Theklaer Lidicestraße sitzen“, erklärt Rauschenbach. Um solchen Missverständnissen künftig vorzubeugen, strebt die Schule eine Namensänderung an. „In zwei Wochen werden wir in der Schulkonferenz über sechs Vorschläge abstimmen und das Ergebnis dann an die Bildungsagentur weiterreichen. Wenn alles gut geht, können wir die Umbenennung im Herbst feierlich begehen.“

 
Uta Zangemeister

 
Quelle: Leipziger Volkszeitung vom 29.Juni 2012, Stadtleben, Ausgabe Nord, Seite 6

 
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